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Ausflüge

3
Dez
2009

Im Tal der Mönche...

Kloster Beuron im Oktober 2009



Im malerischen Donautal liegt die 1077 als Augustiner Chorherrenstift gegründete,
und seit 1863 als Benediktinerkloster wiederbesiedelte Erzabtei St. Martin.


Das Kloster wird auch heute noch von Mönchen bewohnt.


Abteikirche St. Martin, Beuron / Westgiebel mit Gemälde des Hl. Martin.




Altar, Orgel und Deckenmalerei in der Klosterkirche






Die reizvolle Wanderroute entlang der Flußschleife trägt den Namen: *Tal der Mönche*.
Gerüstet mit gutem Schuhwerk kann man die Berg- und Flusslandschaft des Donautals erwandern. Der Rundwanderweg beginnt
am Kloster und endet dort auch wieder.









Das gesamte Gebiet mit seinen bizarren Kalksteinfelsen, durch die sich die Donau gegraben hat und dem saftigen Grün der Buchenwälder, die im Herbst farbenprächtig entflammen, erinnert an einen verwunschenen Märchengarten.



Das *Tal der Mönche* beheimatet zwischen Felsengipfeln und Talgrund einen noch unversehrten Artenreichtum an Flora und Fauna.
Ein wunderbarer Ort der Stille und Kontemplation.
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25
Nov
2009

Unterwegs...

im spätherbstlichen Dreisamtal letzte Woche bei frühlingshaften Temperaturen.

Das Dreisamtal erstreckt sich wenige Kilometer östlich von Freiburg, wo es sich zu einem breiten, ebenen Talgrund,
dem Zartener Becken, aufweitet.
Mein *meditativer* Spaziergang führte mich von Stegen nach Kirchzarten, dem Hauptort des Tals mit dem Ortsteil Zarten,
einer Siedlung keltischen Ursprungs.



*Einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht!*
(Nazim Hikmet)



Browny und Blacky ganz vertieft in ihr Mittagsmahl.. ;-)




*Die Erde bindet den Baum für seine Dienste an sich, der Himmel verlangt ihm keine Gegenleistung ab.*
(Rabindranath Tagore)





*Voll stiller Blätter, gelb und braun, liegen noch stiller die stillen Wege.*
(Max Dauthendey aus dem Gedicht: "Das Laub ist von den Bäumen gestiegen")




Ich hab ein ganz besonderes Faible für dicht nebeneinander stehende Bäume. Allen Widrigkeiten zum Trotz bleiben sie zusammen ...
sie stehen jeder für sich fest verankert in der Erde und wachsen in der Höhe immer näher zusammen... ;-)



*Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest
angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.*
(Rabindranath Tagore)



Schließlich angekommen am Ortsrand von Kirchzarten... Bäume betrachten sich im Spiegelhaus eines Industriegebäudes.



Na, hab ich zuviel versprochen? ... *Frühling im tiefsten November*... ;-)


Und wieder zurück nach Stegen, auf *stillen Wegen*... :)



*Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.*
(Khalil Gibran)



*Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder und euren Vorfahren war er heilig.
Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen von Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnung des Einzelnen.*
(Alexander Freiherr von Humboldt)



*Bäume haben etwas Wesentliches gelernt: nur wer einen festen Stand hat und trotzdem beweglich ist,
überlebt die starken Stürme.*
(Anke Magganer-Kirsche)



Taubenkonferenz unter einer Brücke... ;-)



Durch das Dreisamtal, das durch Sedimentablagerungen der einfließenden und sich zur Dreisam vereinigenden Bäche gebildet wurde, fließt der namengebende Fluss, die Dreisam.

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19
Nov
2009

Luzern

...die charmante Stadt am Vierwaldstättersee in der Schweiz



Fast hätte ich vergessen, meinen spätsommerlichen Ausflug nach Luzern zu erwähnen... ;-)
(In der Mitte des Bildes erhebt sich stolz die Hofkirche, die Hauptkirche der Stadtbevölkerung.)



Die Altstadt ist reich an Sehenswürdigkeiten und wartet mit malerischen Plätzen und Gassen sowie historischen Gebäuden auf.


Die Kapellbrücke mit Wasserturm, heute Wahrzeichen von Luzern, wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Teil der Stadtbefestigung errichtet. Sie ist die älteste gedeckte Holzbrücke der Welt.



Zahlreiche Lokalitäten in der Altstadt säumen den Fluss *Reuss*.




Die Jesuitenkirche, der erste grosse, sakrale Barockbau in der Schweiz;
errichtet um 1666 durch Pater Christoph Vogler im Auftrag der Jesuiten.


Ein Sprung von der Brücke ins kalte Nass der Reuss? Da ziehe ich doch lieber eine kleine *Schnipo-Mahlzeit* vor.
Doch zwei junge Männer wagten tatsächlich dieses Abenteuer -
Der Beweis: Wer gute Augen hat, kann rechts oben im Bild einen davon im Wasser sehen... ;-)


und für diese beiden Wagemutigen ging es dann recht schnell flussabwärts. :))


In der Altstadt kann man etliche historische, mit Fresken geschmückte und bemalte Häuser bewundern.
Und mit dem nötigen "Kleingeld" lässt es sich hier natürlich auch wunderbar shoppen... ;-)


"Eine Seefahrt, die ist lustig..." ;-)






... daher sollte man sich eine Fahrt mit dem Raddampfer auf dem Vierwaldstättersee nicht entgehen lassen.



Die Lage Luzerns zwischen See und Bergen ist ganz besonders reizvoll.



Und vor der Heimreise noch mal ein letzter Blick auf den Vierwaldstättersee und die angrenzenden Berge.
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28
Okt
2009

Ein Besuch

im *Musée d'Art moderne et Contemporain* in Straßburg.

(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken.)



Fast alles über Farben zeigte kürzlich die Ausstellung: *Chromamix 2* im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst,
und wie ich finde, war sie ein sehr gelungener Versuch zum Thema Farbe.



Die Schau informierte auf zwei Etagen und machte Lust auf Farbe. Gelb stand dabei im Mittelpunkt. Ja, sogar ein ganz
in gelb gestrichener und in dieser Farbe ausgeleuchteter Raum konnte man betreten. Alle Kanten und Ecken wurden von
intensivstem Gelb verschluckt, selbst die Kleidung und die Haut schimmerten in Gelb. So konnte jeder Besucher die Wirkung
dieser Farbe auf sich selbst testen.


Wehrtürme bei den Ponts Couverts .......................................... Barrage Vauban



Nach dem Museumsbesuch war natürlich ein

......

(Cathédrale Notre-Dame)

......

Bummel durch die reizende Altstadt angesagt, von der



ich hier ein paar Impressionen mitgebracht habe. :)



Nicht weit vom Museum entfernt erreicht man *La Petite France* (Das kleine Frankreich), einst das Gerber- und
Fischerviertel der Stadt.



Viele gut erhaltene und stilvoll renovierte Fachwerkhäuser säumen die Ill...



und etliche dieser nostalgischen Gebäude beherbergen Restaurants und *Winstubs*,



die zum Genießen und Verweilen einladen.



Und vor allem: "Straßburg lag im Sonnenschein..." :)



Zu guter Letzt zog mich dann noch dieser Flohmarkt magisch an... ;-)

21
Okt
2009

Rundwanderung

zum Wildgehege *Salvest*.



Diese Wanderung nahm an der historischen *Kirnachmühle* ihren Anfang.



Auf Wanderpfaden und bequemen Fußwegen führte sie dann weiter auf dem Kirneckhangweg in Richtung Kohlwald









Nicht mehr lange, und man erreicht das Forsthaus Salvest und das Dammwildgehege.



Das Dammwild hat hier eine befriedete, großangelegte Futterstätte gefunden.





Nach anfänglicher Skepsis



siegt dann doch die Neugierde des einen................................oder anderen... :)



Und nach einer kurzen Rast geht es noch ein Stück weiter Richtung --->



Auf steilem Fels grüßen die Reste der einstigen Burg.



Der damalige Stammsitz der Herren von Kürneck. 1185 erstmals genannt. Die Burg kam 1372 an das Kloster St. Georgen und
wurde 1506 an die Stadt Villingen verkauft. 1811 wurden die Steine der Burg für den Bau der Landstraße verwendet.



"Ich bin ca. 200 Jahre alt. In meiner Jugendzeit wurde der Absolutismus in Europa überwunden. Die Französische Revolution
brachte eine neue Gesellschaftsordnung. Die Dichter und Denker der Klassik huldigten der Humanität. Ich habe in meinem
langen Leben vieles erlebt und bin stets gewachsen."



"Wenn alle Brünnlein fließen..." *träller* :)



Der Herbst lässt grüßen... :)



Nun führt der Weg wieder aus dem Wald hinaus, vorbei an großflächigen Wiesen und Äckern...



und diesem stattlichen, alten Gehöft, zurück nach Unterkirnach.
Für diejenigen, die nach dieser ca. 5 km langen Wanderung hungrig und durstig geworden sind, warten in Unterkirnach Einkehrmöglichkeiten. ;-)

14
Okt
2009

Höhenwanderung

am Brend

Eine wunderschöne und eindrucks-volle Wanderung mit geringen Anstiegen.
Startpunkt ist der Waldparkplatz am Brend.





Was wäre der Schwarzwald ohne seine Kühe? ;-)



Der Weg führt am Kolmenkreuz vorbei



und weiter in Richtung Martinskapelle.





Die Martinskapelle



Zwei urige Gasthäuser laden hier zum Verweilen ein.





Ein lohnenswerter Abstecher führt zum



*Donau-Ursprung*.
Hier entspringt der Hauptquellfluss der Donau, die *Breg* in der Höhe von 1078 Meter ü.d.M. 2888 km von der Donaumündung entfernt. 100 m von der Wasserscheide zwischen Donau und Rhein, zwischen Schwarzem Meer und Nordsee."



Schon vor 2000 Jahren forschte der Römische Kaiser Tiberius nach dem Ursprung der Donau.



Auch eine denkwürdige Stelle - die Europäische Wasserscheide Donau-Rhein.



Eine interessante Aussichtsplattform hat sich der Wächter dieses Hauses ausgesucht.



Wer mag, kann den Rundweg weiter fortsetzen in Richtung *Spechttanne*.



Hier wimmelt es von kleinen, fleißigen Ameisen.



Vorbei an der Wallenbrunnenhütte





zu besagter Spechttanne. Wenn man genau hinschaut, kann man feststellen, woher diese Tanne ihren Namen hat. ;)





Auf dem Rückweg wird es dann noch so richtig "stein-zeitlich"... die *Günterfelsen*





Noch ein kleiner Tipp: Lohnenswert ist (vor oder nach der Wanderung) ein Abstecher zum Aussichtsturm auf dem Brend,
von dem aus man eine herrliche Aussicht auf den Schwarzwald hat.

8
Okt
2009

Wie ich

bereits erwähnte, führt der Schlüchtsee-Rundweg auch am *Hüsli* vorbei.



Das Hüsli ist der Inbegriff des Schwarzwaldes.



Mit seinem heruntergezogenen Dach, seinen gemütlichen Stuben und Räumen,
mit den bemalten Decken, Wandschränken, Öfen und seinen alten Fußböden
ist es ein architektonisches Gesamtkunstwerk.



Im Jahre 1911 spielte die in Lörrach geborene Konzertsängerin Helene Siegfried mit dem Gedanken, sich nach ihren eigenen
Plänen und Ideen eine Residenz im Hochschwarzwald einzurichten, um während des Sommers dem Berliner Trubel zu entfliehen.



Das Hüsli spiegelt die Träume und Vorstellungen wider, die man sich um 1900 in einer Großstadt vom Leben im Schwarzwald machte.



Von Beginn an verfolgt Helene Siegfried ihr Ziel, auf alte Bausubstanz zurückzugreifen. Sie besucht fast jeden Bauernhof der
Region und trägt im Laufe der Zeit ein ganzes Haus zusammen.



Das Hüsli vermittelt einen guten Eindruck in die sogenannte *gute, alte Zeit*, in die Lebensweise der Menschen im
Hochschwarzwald in früheren Jahrhunderten.



Es ist auch ein Spiegel der bäuerlichen Kultur in Alltag und Freizeit und lässt ahnen, womit man früher die langen, schneereichen Schwarzwaldwinter auf den oft entlegenen Höfen verbrachte.



Das Hüsli lädt ein zum Verweilen, zum Träumen, zum Nachdenken über den Gang der Geschichte.



Berühmt wurde das Hüsli als Drehort der Fernsehserie: "Die Schwarzwaldklinik", in der es als Wohnhaus von "Professor Brinkmann"
eine wichtige Rolle spielte.



Das Hüsli, das einstmals als Sommerresidenz konzipiert wurde, ist heute also nicht nur ein Museum,



sondern auch ein Bestandteil der deutschen Film- und Mediengeschichte.

7
Okt
2009

Zum Schlüchtsee

ist schon der Weg das Ziel... :)



Der Naturpfad beginnt beim Erholungsheim Tannenhof und führt auf
naturbelassenen Wegen durch den Wald und das Naturschutzgebiet zum
Schlüchtsee.



Auf dem 1,7 Kilometer langen Weg wird man allenthalben von urigen, am
Wegesrand lagernden, aus Holz geschnitzen Gestalten "begrüßt".



Mal eben aufgetaucht.



Ob er genießbar ist?



Natürlich fehlt auch die *böse Hexe* nicht...



Was gibt es wohltuenderes für die Füße?!



Ob mit oder ohne Stöcke zur Nachahmung empfohlen... :)



guck mal!







Der Schlüchtsee ist ein wahres Kleinod. Der am Waldrand gelegene bis zu 5 Meter tiefe Naturbadesee ist zum Teil als Naturschutzgebiet ausgewiesen.



Der See wird von einer Quelle gespeist und bekommt stets Bestnoten vom Wasserwirtschaftsamt.



...nein, das bin nicht ich. ;-)







"Denn mancher auf dem Seitenstiege, hat sich im Gebüsch verloren. Und dann schlugen ihm die Zweige rechts und links
um seine Ohren." (Wilhelm Busch) - Wohl dem, der dabei einen Helm auf dem Kopfe trägt. :)



Ein Hotel extra für Insekten.



Wahre Liebe kennt kein Alter.



Ob sie sich wohl verlaufen hat?



Hi Babe!



Ganz schön gehörnt..



Zeigt her eure Zähnchen...



Diese und viele weitere Holz-Skulpturen sorgen für einen kurzweiligen
Spaziergang durch diese schöne, idyllische Landschaft.

Der Weg führt auch am Heimatmuseum *Hüsli* vorbei, doch davon später... :)

1
Okt
2009

Auf den Spuren

von Martin Heidegger, einem der bekanntesten Philosophen des 20. Jahrhunderts.

Herbstliche Impressionen auf dem Martin-Heidegger-Panoramaweg rund um Todtnauberg



Start des *Martin-Heidegger-Rundwegs* ist der Wanderparkplatz am "Radschert" oberhalb der Jugendherberge. Von hier
geht es leicht bergan zum Jakobuskreuz, danach weitgehend eben ostwärts, mit einem Abstecher zu Heideggers Hütte.
Dann in südlicher Richtung über "Mittelköpfle" und "Rütteberg" zur Fatimakapelle, von hier geht es dann runter zum Ortsteil
Rütte und wieder hoch zum Startpunkt. Der Weg wird zurecht auch als Panoramaweg bezeichnet.




Nach Todtnauberg kam Heidegger auf Anregung seiner Frau Elfride, die den Ort von einem Skiurlaub kannte.
Er war fasziniert von der Ruhe und Einsamkeit des Bergdorfes. Das Leben der Bauern stellte einen nötigen
Gegensatz zum akademischen Leben in Freiburg dar.




Die Genügsamkeit und das einfache Leben der Leute hatte etwas Urwüchsiges und Ursprüngliches. Es kam
seiner Philosophie vom Sein nahe.





Immer wieder Wegweiser


Das Jakobuskreuz
Das Kreuz auf dem Radschert oberhalb von Todtnauberg ist ein Hinweis für den pilgernden Menschen: "Der Weg ist
schon das Ziel". Es wurde 1988 zum Gedenken an die Jakobuspilger nach Santiago de Compostella errichtet.



Die Stille, die intakte Natur und die frische, klare Luft ließen Martin Heidegger Denken und Schreiben.



Er verbrachte viel Zeit in Todtnauberg - mit seiner Familie, zum Arbeiten, mit Studenten



und Gelehrten aus vielen Bereichen.



Auf diesem schmalen, verschlungenen Pfad wird schließlich seine Hütte erreicht.




Bildquelle

Blick auf Heideggers Hütte oberhalb von Rütte, Todtnauberg. Hier
schrieb er den Großteil von "Sein und Zeit".




Seit dem Jahr 1922 besitzt die Familie H. eine einfache Hütte oberhalb des Todtnauberger Ortsteils Rütte.
Mit ihren letzten Ersparnissen kaufte Elfride Heidegger einem Bauern ein Grundstück ab und ließ, nach eigenen
Plänen die Hütte errichten. Sie wollte ihrem Mann damit einen stillen Ort zum Arbeiten und Denken schaffen.
Die Hütte wurde am 9. August 1922 bezogen. Das schlichte Äußere lässt auf das Innere schließen: Die
spartanische Einrichtung ist bis heute unverändert. Der modernste Gegenstand ist ein kleines Radio, das sich
Heidegger 1962 anschaffte, um Nachrichten über die Kuba-Krise zu hören.




Quellwasser wurde und wird aus dem nahegelegenen Brunnen geschöpft. In den ersten Jahren gab es keinen
Strom. Zu einem Stromanschluss kamen die Heideggers 1931, als Martin Heidegger ein besser bezahltes
Stellenangebot der Universität Berlin erhielt. Seine Frau Elfride erbat von der Badischen Regierung die Kosten-
übernahme für das Verlegen einer Stromleitung zur Hütte als Ausgleich dafür, dass ihr Mann - zu schlechteren
Bedingungen - in Freiburg blieb.




Die Familie verbrachte einen Großteil des Jahres auf der Hütte. Elfride Heidegger, Lehrerin und Volkswirtin,
unterrichtete die Kinder selbst. Sohn Jörg besuchte im Frühjahr und Sommer 1926 die Grundschule in
Todtnauberg, während Hermann als "Hirtenjunge" den Bauern half.




Da die Söhne oft zu laut waren, mietete Heidegger ein Zimmer im "Altenteil" des Bühlhof unterhalb der Hütte.
Er brauchte die Ruhe zum Schreiben.
Martin Heidegger pflegte gute Beziehungen zu den Bewohnern des Ortsteils Rütte. Zu seinem Geburtstag lud er
oft die Frauen von Rütte zum Kaffee ein. Die Männer waren zu dieser Zeit noch im Wald oder auf den Feldern
beschäftigt.
Natürlich interessierten sich die Todtnauberger auch für die Arbeit ihres berühmten Mitbewohners. Folglich gab
Martin Heidegger einigen seiner Nachbarn jeweils ein Exemplar von Sein und Zeit zum Lesen. Auf die Frage, was
sie denn davon halten, gab es die einheitliche Antwort: "Versucht zu lesen, haben wir’s schon, aber das versteht
man ja nicht."
Es war diese Einfachheit und Ehrlichkeit der Menschen hier oben, die Martin Heidegger so schätzte und die sein
Denken mitbeeinflussten.

Weshalb die Hütte kein Museum ist:

Martin Heidegger hat zwei Söhne, eine Pflegetochter, 14 Enkel und bis im Jahr 2002 einundzwanzig Urenkel. Die
Hütte ist nach wie vor im Besitz der Familie Heidegger und wird von ihr privat genutzt. Sie kann nicht besichtigt
werden.



Bildquelle
Blick von Heideggers Hütte über das Todtnauer Land

"Wenn in den Winternächten Schneestürme
An der Hütte zerren und eines Morgens die
Landschaft in ihr Verschneites gestellt ist."

(Martin Heidegger)



Einsamkeit

Mattgrünes Licht schwimmt um die Bücher,
Engel breiten draußen Leinentücher.
Es schneit.
Im Ofen tummelt ein Summen, ein Knistern,
Tiktakuhr schläft. Die Winde flüstern.
Es schneit.
Erinnerung stirbt. Die Welt steht still.
Ich fühl, wie Gottesliebe aufflammen will –
Es schneit.

Martin Heidegger
(aus Band. 16 der Gesamtausgabe)



Und weiter geht es auf dem Rundweg mit seinen reizvollen Aussichten hinunter ins Tal...



Wälder lagern
Bäche stürzen
Felsen dauern
Regen rinnt

Fluren warten
Brunnen quellen
Winde wohnen
Segen rinnt

(Martin Heidegger)



Die Fatimakapelle





"Wer groß denkt, muss groß irren." (Martin Heidegger)







Nicht mehr allzu weit entfernt tauchen bereits die ersten Häuser von Todtnauberg auf,



und am Ende des Weges dieser kleine Abschiedsgruß ;-)


Eine Übersichtskarte über den 5,5 Kilometer langen Panoramaweg

Näheres ist auch HIER zu finden.
Die Texte über Martin Heidegger sind den Schautafeln entnommen.

23
Sep
2009

Staufen

Ihr erinnert euch? Die Stadt mit den schlimmen Gebäuderissen.

Staufen wurde 770 erstmals urkundlich erwähnt und ist schon von weitem an der Burgruine auf einem 346 m hohen Bergkegel zu erkennen. Vermutlich hatten dort schon die Römer einen Wachturm und an den Berghängen Wein angebaut. Die eigentliche Burg wurde dann zu Beginn des 12. Jahrhunderts durch die Freiherren von Staufen erbaut.



Einer von ihnen, der Burgherr Anton, soll später den Magier Johann Georg Faust als "Goldmacher" nach Staufen geholt haben, der 1539 im Gasthaus "Löwen" auf spektakuläre Weise ums Leben kam. Deshalb bezeichnet sich Staufen auch gern als Fauststadt... hat ihm doch immerhin Goethe einige Zeilen gewidmet. :)
Im Dreißigjährigen Krieg um 1632 wurde die Burg dann durch die Schweden zerstört.

Beim Bummeln durch die Altstadt hab ich einige Impressionen festgehalten:


historisches Rathaus



























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Wenn du einen Tausendfüßler fragen würdest, in welcher Reihenfolge er denn seine 1000 Füße bewege, stolpert er

die Zeit vergeht im Sauseschritt

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